Bongos und Cajón

Auf Festen hört man sie schnell: Trommelgruppen, die mit ihren Mitgliedern und verschiedenen Schlaginstrumenten für Stimmung sorgen. Zwei der Instrumente sind auch einzeln gut spielbar und bei vielen bekannt. Selbst bei Big Bang Theory spielt Sheldon Cooper Bongos und begleitet eine Art Sprechgesang mit dem Instrument.

Rhythmen von Schlaginstrumenten bringen bei den meisten Menschen die Füße zum Wippen und die Finger zum Schnippen. Die Schallwellen gehen, je nachdem, wie nahe man an den Instrumenten steht, bis ins Zwerchfell. Trommler können sich selbst in Trance trommeln, denn Rhythmus ist etwas, was den Menschen tief berührt und bewegen kann. Bongo und Cajón sind zwei Schlaginstrumente, die leicht transportabel und daher recht beliebt sind.

Die Bongos

Die Bongo-Trommeln stammen ursprünglich aus Kuba. Dort wurden Ende des 18. Jahrhunderts durch geflüchtete Sklaven die Trommelrhythmen vom heutigen Haiti nach Kuba gebracht. Die verschiedenen Musikarten vermischten sich, bis schließlich Trios, bestehend aus Bongos, Tres – ein der Gitarre ähnliches Saiteninstrument – und Guiro – ein Rhythmusinstrument, den Son Cubano spielten. Der Son ist ein kubanischer Musikstil.

Die Bespannung der Bongos ist aus Ziegenfell, die Korpi sind aus Holz. Heutzutage gibt es auch Bongos aus Kunststoff, die dann unbedenklich im Freien gespielt werden können.

Die Töne, die die Bongos hervorbringen, sind hoch, hart und laut. Sie werden mit den Händen gespielt, man kann aber auch Schlagzeugsticks verwenden. Mit den Händen ist ein großes Repertoire an Klängen durch verschiedene Schlagtechniken möglich. Man kann auf Kante und Fell oder nur auf das Fell schlagen, die ganze Hand oder nur die Finger einsetzen, man kann den Schlag mit einer Hand abdämpfen, während die andere Hand schlägt, oder den Schlag dämpfen, indem man die Schlaghand auf dem Fell liegenlässt.

Die Cajón

Eine Cajón kann man von der Pieke auf sehr gut kennenlernen, denn Cajón-Workshops werden gerne nicht nur als Trommel- sondern auch als Selbstbau-Seminar angeboten. Die Teilnehmer bauen am ersten Tag ihre Cajón unter Anleitung selbst zusammen. Am zweiten Tag beginnt dann der Trommelworkshop. Hier werden die ersten Rhythmen gezeigt und geübt.

Ein solcher Workshop eignet sich gut, um andere Teilnehmer, die sich genauso wie man selber für das Instrument interessieren und begeistern, anzusprechen. Vielleicht kann man gemeinsam weiter üben und die Cajón erkunden.

Ebenso wie die Bongos lässt sich die Cajón gut mitnehmen, um bei Festivals oder anderen Gelegenheiten mit anderen zu musizieren oder Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen, neue Schlagmuster oder -rhythmen gezeigt zu bekommen.

Ist die Cajón zu groß, gibt es mit dem Cajonito (dem „kleinen Cajón“) ein noch besser transportables Instrument, das vom Klang her heller und trockener ist.

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