Wie entstand die Musik?

Schon in der Steinzeit beschäftigten sich unsere Vorfahren mit Musik. Vielleicht war das erste Musikinstrument ein Baumstamm, auf den gleichmäßig mit einem Holzknüppel geschlagen wurde. Auch heute noch entdecken Kinder, wie interessant es ist, einen Holzstock an einem Gitterzaun entlangzuführen, so dass ein klapperndes, gleichmäßig rhythmisches Geräusch entsteht.

Der nächste Schritt kann die Möglichkeit gewesen sein, mit einem weithin zu hörenden Geräusch Signale an andere zu geben. Zum Beispiel erzeugt durch einen hohlen Baumstamm. So konnten Mitglieder des eigenen Stammes bei der Jagd oder auch ein anderer Stamm erreicht werden.

Sobald entdeckt wurde, dass man mit Geräuschen Tiere herbeilocken kann, hatten die Menschen in früherer Zeit eine leichte Möglichkeit, an Beute zu kommen. Aber die Töne, die Vögel oder andere Tiere von sich geben, eignen sich auch dazu eigene Gefühle und Gedanken auszudrücken. So werden Flöten und andere leicht herzustellende Instrumente auch für die Gemeinschaft gemacht und gespielt worden sein. Bis zum ersten Bewegen zur Musik war es dann bestimmt ein kurzer Weg. Viele Völker haben Tänze, die für bestimmte Rituale und Festlichkeiten eingeübt und nur zu diesen Gelegenheiten aufgeführt werden. Der Regentanz beispielsweise ist in vielen Kulturen zu finden, sei es bei den amerikanischen Ureinwohnern, bei den alten Ägyptern oder auf dem Balkan.

Mit der Religiosität der Menschen wurde die Musik auch in diesem Bereich wichtig. Egal, ob Gebete in einem Singsang vorgetragen werden und die Betenden sich damit in eine Trance versetzen oder ob mit wilden Trommelrhythmen ein Medizinmann in Ekstase gerät oder ob heutzutage die gesetzten Orgelklänge in den christlichen Kirchen den schnelleren und leichteren Tönen eines kirchlichen Jugendorchesters weichen müssen: Musik spielt bei der Verbindung zwischen den Menschen und einem höchsten Wesen eine große Rolle.

Viele Völker nutzen seit vielen Jahrhunderten Instrumente, die weithin zu hören sind. Beispiele sind:

  • Das Alphorn der Schweizer, das es in Varianten auch in anderen Ländern gibt oder gab. Das Alphorn ist je nach Landschaft fünf bis über zehn Kilometer weit zu hören.
  • Das Didgeridoo der Aborigines, das die Vibrationen der Regenbogenschlange nachahmen soll die damit das Land formte.
  • Die Trommeln der Indianer, die noch auf den heute stattfindenden Pow Wows den Gesang begleiten. Zu dieser Musik werden dann die traditionellen Tänze aufgeführt.
  • Die Sackpfeife oder der Dudelsack, die in Europa, aber auch in Asien, in verschiedenen Variationen bekannt sind. Die Sackpfeife wurden von Hirten gespielt, um die Schafe zu leiten, aber auch um die Wölfe abzuhalten. In Indien wird eine Variation des Dudelsacks von Schlangenbeschwörern gespielt, wobei die Schlange sich aber an der Bewegung des Instruments und nicht an den Tönen orientiert.
  • Glocken, die nicht nur Gläubige zum Gottesdienst rufen. Sie dienen auch dazu, vor Gefahren, wie Feuer, Überflutungen oder Überfällen, zu warnen und Helfer herbeizurufen oder freudige oder traurige Ereignisse, wie eine Hochzeit, eine Geburt oder einen Todesfall, zu unterstreichen.

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